Bauchspeicheldrüsenkrebs

Informationen für Betroffene und Interessierte

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Symptome und Diagnose

In der Regel verursacht ein Bauchspeicheldrüsenkarzinom in frühem Stadium keine charakteristischen Beschwerden. Aus diesem Grund wird diese Krebsart häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Ab einer gewissen Größe kann Bauchspeicheldrüsenkrebs die Produktion bzw. das Abfließen von Verdauungssekreten behindern und dadurch Magen-Darmbeschwerden hervorrufen. Handelt es sich um einen Tumor, der aus den insulinproduzierenden Zellen entstanden ist, kann sich dies auch durch einen Diabetes mellitus zeigen.

Besteht der Verdacht auf ein Pankreaskarzinom, können verschiedene Diagnoseverfahren herangezogen werden, die Aufschluss darüber geben können, ob tatsächlich Bauchspeicheldrüsenkrebs vorliegt oder nicht. Zum einen können Blutuntersuchungen durchgeführt werden, die Auskunft über den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten geben können und durch einen Test auf sog. Tumormarker Hinweise auf eine Tumorerkrankung liefern können. Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs sind u. a. die Tumormarker CA 19-9 und CA 50 relevant. Außerdem können eine Reihe bildgebender Verfahren genutzt werden, um die Bauchspeicheldrüse und benachbarte Organe genauer zu untersuchen (z. B. Sonografie und Computertomografie).

Darüber hinaus können endoskopische Untersuchungsmethoden wie die sog. endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikografie (ERCP) durchgeführt werden. Dabei wird eine Magenspiegelung vorgenommen, bei der ein Kontrastmittel injiziert wird, das Gallenwege, Gallenblase und Pankreasgang auf einem Röntgenbild besser sichtbar macht. Wird im Rahmen der Untersuchungen auffälliges Gewebe gefunden, kann bei Bedarf eine Gewebeprobe entnommen und im Labor untersucht werden, um die Diagnose zu sichern.

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Bauchspeicheldrüsenkrebs-News von Curado.de

  • Studie: Schluckimpfung gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs
    Ein neuartiger Impfstoff soll das körpereigene Immunsystem dazu stimulieren, die Blutgefäße des Bauchspeicheldrüsenkrebses anzugreifen und zu zerstören. "In Tierversuchen zeigten entsprechende Impfstoffe eine vielversprechende Wirkung auf verschiedenen Tumorarten", so Schmitz- Winnenthal. "Die Tumore wuchsen langsamer und bildeten weniger Metastasen. Die geimpften Tiere hatten deutlich bessere Überlebenschancen."
  • Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V. (AdP)
    Der Arbeitskreis der Pankreatektomierten ist eine Selbsthilfe-Organisation für Krebspatienten, die an der Bauchspeicheldrüse operiert wurden bzw. für Patienten, die an einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse leiden. Vor Kurzem hat der AdP ein neues Positionspapier zur Selbsthilfe aufgesetzt.
  • Diabetes erhöht das Krebsrisiko
    Diabetiker, vor allem vom sehr häufigen Typ 2, leben mit einem deutlich erhöhten Risiko, irgendwann auch an Krebs zu erkranken. Tumoren der Leber, der Bauchspeicheldrüse und Gebärmutter kommen bei ihnen doppelt so oft vor, an Darm-, Brust- und Harnblasenkrebs erkranken sie etwa 50 Prozent öfter als Nichtdiabetiker, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Über die Ursachen gibt es Vermutungen, aber kaum Beweise.