Bauchspeicheldrüsenkrebs

Informationen für Betroffene und Interessierte

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Ursachen und Entstehung

Krebs entsteht dann, wenn die Erbsubstanz von Zellen soweit verändert ist, dass die Mechanismen zur Regulierung von Vermehrung und Wachstum nicht mehr richtig funktionieren. Dadurch können Körperzellen unkontrolliert wachsen und/oder sich vermehren. Bei einer gesunden Zelle würde dies zur Aktivierung der Apoptose – dem Selbstzerstörungsmechanismus der Zelle – führen. Bei Krebszellen ist dieser jedoch außer Kraft gesetzt.

Wie es zur Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs genau kommt, d. h. welche Ursachen für eine Mutation der Erbsubstanz verantwortlich sein können, ist medizinischen Forschern bislang noch nicht gänzlich bekannt. Man geht jedoch davon aus, dass es bestimmte Faktoren gibt, die das Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, erhöhen.

Scheinbar haben genetische Einflüsse Auswirkungen auf das Bauchspeicheldrüsenkrebs-Risiko. Diese Vermutung wird dadurch bekräftigt, dass diese Krebserkrankung in manchen Familien gehäuft auftritt. Nach Schätzungen von Experten der Deutschen Krebsgesellschaft sind rund 5 bis 10 % der Fälle auf genetische Ursachen zurückzuführen. Insbesondere für Menschen, die an einer erblich bedingten Form der Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) leiden, ist das Risiko hoch. Studienergebnisse deuten darüber hinaus an, dass beispielsweise Menschen mit einem durch eine Operation behandelten Magengeschwür ein höheres Bauchspeicheldrüsenkrebs-Risiko haben.

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Bauchspeicheldrüsenkrebs-News von Curado.de

  • Studie: Schluckimpfung gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs
    Ein neuartiger Impfstoff soll das körpereigene Immunsystem dazu stimulieren, die Blutgefäße des Bauchspeicheldrüsenkrebses anzugreifen und zu zerstören. "In Tierversuchen zeigten entsprechende Impfstoffe eine vielversprechende Wirkung auf verschiedenen Tumorarten", so Schmitz- Winnenthal. "Die Tumore wuchsen langsamer und bildeten weniger Metastasen. Die geimpften Tiere hatten deutlich bessere Überlebenschancen."
  • Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V. (AdP)
    Der Arbeitskreis der Pankreatektomierten ist eine Selbsthilfe-Organisation für Krebspatienten, die an der Bauchspeicheldrüse operiert wurden bzw. für Patienten, die an einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse leiden. Vor Kurzem hat der AdP ein neues Positionspapier zur Selbsthilfe aufgesetzt.
  • Diabetes erhöht das Krebsrisiko
    Diabetiker, vor allem vom sehr häufigen Typ 2, leben mit einem deutlich erhöhten Risiko, irgendwann auch an Krebs zu erkranken. Tumoren der Leber, der Bauchspeicheldrüse und Gebärmutter kommen bei ihnen doppelt so oft vor, an Darm-, Brust- und Harnblasenkrebs erkranken sie etwa 50 Prozent öfter als Nichtdiabetiker, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Über die Ursachen gibt es Vermutungen, aber kaum Beweise.