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Rehabilitation und Nachsorge bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
Die Rehabilitation nach einer Krebstherapie umfasst die körperliche, psychische und soziale Wiederherstellung und die Wiedereingliederung in den Alltag.
Bauchspeicheldrüsenkrebs

Rehabilitation und Nachsorge bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Ein operativer Eingriff im Bauchraum ist in der Regel so schwerwiegend, dass der Patient zunächst auf der Intensivstation betreut wird. Anschließend wird er zur weiteren Versorgung auf die allgemeine Station verlegt. Anschließend müssen in regelmäßigen Abständen Untersuchungen zur Kontrolle erfolgen, um ein Rezidiv (ein Wiederauftreten des Krebses) früh zu erkennen und zu therapieren. Auch wenn die Krebserkrankung nicht mehr heilbar ist, sollten Nachsorgeuntersuchungen erfolgen, um den Verlauf der Erkrankung zu beobachten.

Wenn durch die Operation ein Mangel an Insulin oder Enzymen zur Verdauung entstanden ist, kann man entsprechend Insulin spritzen oder Enzyme in Medikamentenform einnehmen.

Welche Aufgaben hat die Nachsorge insgesamt?

Die Aufgaben der Nachsorge bei Bauchspeicheldrüsenkrebs kann man wie folgt zusammenfassen:

  • Dem Patienten soll bei seinen physischen, psychischen und sozialen Schwierigkeiten geholfen werden
  • Die Folgen der Operation, der Therapien und der Begleiterkrankungen sollen erkannt, therapiert und gemildert werden
  • Ein Rezidiv (ein erneutes Wachstum des Krebsgeschwürs) soll schnell erkannt und behandelt werden, wenn der Tumor im Rahmen einer Operation entfernt wurde

Die Nachsorgeuntersuchungen finden meist in Zeitabständen statt, die zwischen einem und mehreren Monaten liegen. Über den genauen Rhythmus entscheidet der Arzt abhängig von der individuellen Entwicklung und dem Zustand des Patienten. Der Arzt wird dabei in Betracht ziehen, wie weit der Bauchspeicheldrüsenkrebs bei der Diagnose fortgeschritten war und welche Therapie durchgeführt wurde. Selbst wenn der Krebs nicht vollständig geheilt werden kann, sind solche Untersuchungen wichtig, um den Verlauf von Bauchspeicheldrüsenkrebs und etwaige Komplikationen zu kontrollieren. Auch können dann die Bestrahlung und die Chemotherapie besser abgestimmt werden. Folgende Aspekte sollte die Nachsorge umfassen:

  • ein Patientengespräch zum Verlauf der Erkrankung, dem Wohlbefinden, dem Gewicht, Ernährungsfragen etc.
  • eine körperliche Untersuchung
  • eine Ultraschalluntersuchung
  • eine Computertomografie
  • Bestimmung der relevanten Blutwerte

Rehabilitation bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Mit dem Begriff Rehabilitation sind alle medizinischen, psychologischen, sozialen und beruflichen Maßnahmen gemeint, die nach schwerer Krankheit oder bei erheblichen körperlichen oder psychischen Einschränkungen dabei helfen sollen, den Betroffenen wieder in die Familie, den Alltag und den Beruf zu integrieren. Die Folgen der Erkrankung, der Operationen und der Therapie sollen mit Unterstützung der Therapeuten bewältigt werden. Alltägliche Verrichtungen sollen nach der Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs wieder selbstständig erledigt werden können.

Meistens werden solche Maßnahmen der Rehabilitation von der Rentenversicherung bezahlt. Bei der Antragstellung können der Sozialdienst der Klinik oder die Krebsberatungsstellen helfen. Besonders nach operativen Eingriffen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs muss man körperlich, aber auch psychisch wiederhergestellt werden. Ferner müssen die Patienten spezielle Ernährungsvorschriften lernen, sowie den Umgang mit den einzunehmenden Enzymen zur Verdauung. Auch die Einnahme von Insulin will geübt sein. Es gibt hierfür spezielle Tumornachsorgekliniken. Das familiäre Umfeld sollte man bei der Rehabilitation miteinbeziehen.

Fedor Singer